TFA in der Forschung |
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Wenn DFT, Wavelet und Wigner nicht weiterhelfen:
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Zur Berechnung von Sonagrammen und Spektrogrammen werden traditionell gerne z.B. die Diskrete Fourier Transformation (DFT), die Wavelet-Transformation oder quadratische Verfahren wie die Wigner-Ville-Transformation herangezogen. Viele Varianten sind hiervon bekannt. Doch alle scheitern, wenn es um präzise Zeit-/Frequenzanalyse im kritischen Bereich der bekannten Unschärferelation geht. |
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Die Software TFA ist das Zeit-Frequenzanalyse-Werkzeug für viele Forschungsgebiete. Etwa 15 Jahre Forschungs- und Entwicklungsarbeit wurden für die grundlegenden Technologien investiert, um eine meist wirklich unerreichte Analysequalität zu erhalten. Dieser Abschnitt gibt einige Beispiele aus verschiedenen Disziplinen. |
TFA - Time-Frequency Analysis |
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Es ist klar, dass sich die Liste beliebig fortsetzen ließe. |
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1. Nachrichtentechnik
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In der Nachrichtentechnik, genauer: in der Funktechnik, möchte man einerseits einen Einblick über die Belegung eines Hochfrequenz (HF) –Bereichs erhalten und andererseits auch sofort die Art der vorhandenen Funksignale inkl. ihrer Signaleigenschaften einfach ablesen können. |
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1.1 Nachrichtentechnik: Schmalbandiges Funksignal
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Dieses Beispiel zeigt ein FSK-ARQ-Signal, das bedeutet: Eine Funkstation sendet eine kurze Nachricht in der Modulationsart FSK, der Empfänger quittiert die Nachricht mit einem kurzen FSK-Block. Sendung und Quittung wechseln sich ab, bis die komplette Datenübertragung abgeschlossen ist. |
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Funkeinzelsignal, gewöhnl. FFT-Spektrogramm, FFT-Länge 256 |
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Die FFT-Länge von 256 liefert hier einen guten Kompromiss zwischen Zeit- und Frequenzunschärfe, siehe Unschärfe-Ellipse links oben. Doch weder Zeit- noch Frequenzverhalten lässt sich dem Spektrogramm entnehmen. |
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Funkeinzelsignal, Transformation DXP-I, FFT-Länge 2048, 32 Abtastwerte |
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Man erkennt das FSK-ARQ-Signal bereits recht deutlich, weil die Fläche der Unschärfe-Ellipse um den Faktor 2048/32 = 64 geringer ist. |
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Funkeinzelsignal, Transformation DXP-I, FFT-Länge 2048, 32 Abtastwerte, Zoom, Vermessung mit Markern |
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Sofort lassen sich in den Marker-Wertetabellen die wichtigen FSK-Merkmale, z.B. die Baudrate SG= 230 Bd, ablesen. |
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1.2 Nachrichtentech.: Breitbandig. HF-Funkszenario
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Dieses Beispiel zeigt einen Einblick in ein relativ breites Frequenzband, in dem mehrere Funkteilnehmer kommunizieren. |
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Funk-Szenario, herkömml. FFT-Spektrogramm, FFT-Länge 2048 |
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Um die einzelnen Sender im Frequenzbereich trennen zu können, bedarf es einer höheren FFT-Länge von hier z.B. 2048. Die magenta-farbene Unschärfeanzeige oben-links zeigt daher eine in Bezug auf die vorliegenden Signale hohe Zeitunschärfe von etwa 50 ms an. Dies verschmiert die Darstellung des Zeitverhaltens der unterschiedlichen Funkteilnehmer. |
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Funk-Szenario, Transformation DXP-I, FFT-Länge 4096, 256 Abtastwerte |
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Die einzelnen Kommunikationssignale sind nun wesentlich präziser zu sehen und natürlich auch zu vermessen, weil die Abbildungsschärfe um den Faktor 4096/256 = 16 geringer ist. |
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2. Sprachverarbeitung: Sprache
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Die elektronische Verarbeitung von gesprochener Sprache ist es und wird noch auf lange Zeit ein viel beachtetes Forschungsgebiet bleiben. Zur Analyse von Sprachsignalen ist die Zeit-Frequenzdarstellung eines der Hauptwerkzeuge. Dieses Beispiel zeigt Spektrogramme eines beliebigen Sprachsignals im stimmhaften Frequenzbereich von 0 … 1.5 kHz. Dabei kommt wieder neben der herkömmlichen FFT die spezielle DXP-Berechnung zum Einsatz. |
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Sprachsignal, herkömml. FFT-Spektrogramm, FFT-Länge 2048 |
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Die FFT-Länge von 2048 liefert einen guten Kompromiss zwischen Zeit- und Frequenzunschärfe, siehe Unschärfe-Ellipse links oben. |
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Sprachsignal, Transformation DXP-I, FFT-Länge 4096, 256 Abtastwerte |
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Die einzelnen Stimmkomponenten sind nun wesentlich präziser zu sehen und natürlich auch zu vermessen, weil die Abbildungsschärfe um den Faktor 4096/256 = 16 geringer ist. |
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3. Geowissenschaften
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Bei der Erforschung unseres Planeten und des Universums ist die Zeit-Frequenzanalyse ebenso ein unverzichtbares Werkzeug. Allerdings laufen viele zyklische Vorgänge sehr langsam und in Zeiträumen ab, deren Frequenz nicht mehr anschaulich in Hertz [Hz] angegeben werden kann. Viele natürliche Vorgänge haben darüber hinaus mit der Rotation der Erde um die Sonne zu tun, weswegen an die Stelle der Frequenzangabe in [Hz] die Messung der Periodendauer in Jahren [yr], tausend Jahren [kyr] oder sogar Jahrmillionen [Myr] tritt. |
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3.1 Geophysik: Insolationsforschung
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Die Insolation bezeichnet die Sonnenbestrahlung der Erde in Watt pro Quadratmeter [W/qm]. Klimaforscher berechnen Zeitreihen der Insolation durch Entnahme und Analyse von Bohrkernen, welche im Eis der Arktis bei etwa 65 Grad nördlicher Breite gewonnen werden. Die Insolation ist zeitlich variant, weil sich die Erdumlaufbahn im Laufe der Jahrmillionen ändert. |
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Insolation, FFT-Spektrogramm, FFT-Länge 1024 |
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Die FFT-Länge von 1024 liefert einen guten Kompromiss zwischen Zeit- und Frequenzunschärfe, siehe Unschärfe-Ellipse links oben. |
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Insolation, Transformation DXP-I, FFT-Länge 4096, 256 Abtastwerte |
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Das DXP-Spektrogramm gestattet einen Einblick z.B. in die Beschaffenheit der 23-kyr-Komponente. Man erkennt, dass |
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Den Aspekt der Modulation findet man auch in der Zeitdarstellung oberhalb des Spektrogramms bestätigt. Allerdings ist dort natürlich nicht zu sehen, dass die 23-kyr-Komponenten die modulierte ist. |
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3.2 Geophysik: El-Nino-Phänomen
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Das El-Nino-Phänomen bezeichnet das Auftreten von veränderten Strömungen im ozeanografisch-meterologischem System des Pazifiks, wodurch der Humboldtstrom vor der Küste Südamerikas abreißt. Es ist bis heute noch nicht vollständig erforscht. Alle 3-8 Jahre kommt es zu einer starken Erwärmung des Meerwassers. |
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Obwohl jeweils beide Punkte für allgemeine Analyseaufgaben eigentlich ein Ausschlusskriterium sein müssten, erfreut sich die WAVELET-Transformation einer großen Beliebtheit. Aus diesem Grund sollen die Analysen des El-Nino-Phänomens mit der WAVELET-Transformation und TFA-DXP einander gegenüber gestellt werden. |
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CO2-Konzentration, Wavelet-Analyse |
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Der Grafik lässt sich entnehmen, dass sehr hohe Temperaturen mit überlagerten Perioden von ca. 3-20 Jahren auftreten. Leider sind rechts und links ebenfalls rote Bereiche zu sehen, obwohl die Temperaturmessung gerade hier relativ niedrige Werte aufweist. |
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El-Nino-Phänomen Transformation DXP-I |
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Man sieht in guter Übereinstimmung mit der Theorie, dass |
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3.3 Geophysik: CO2-Konzentration
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Die Bedeutung der Konzentration des Treibhausgases CO2 in der Erdatmosphäre muss heute nicht mehr erläutert werden. Auch für diese Analyse wird gerne die Wavelet-Transformation verwendet, obwohl sie den Sachverhalt nur teilweise wiedergeben kann. |
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Im Folgenden ist die Wavelet-Analyse der TFA-DXP-Analyse gegenübergestellt. |
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CO2-Konzentration, Wavelet-Analyse |
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Deutlich ist die Schwankung der CO2-Konzentration mit der Jahresperiode zu sehen. |
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Die Wavelet-Transformation kann zur Analyse der CO2-Konzentration nur bedingt eingesetzt werden. |
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CO2-Konzentration, Transformation DXP-I, FFT-Länge 2048, 64 Abtastwerte |
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Man sieht sehr schön |
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CO2-Konzentration, Trendanalyse |
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Durch die DC-Offsetkorrektur verläuft die Kurve durch die Zeitachse. An dieser Stelle ist die Trendenergie Null, was auch das Spektrogramm zeigt. Jenseits des Nulldurchgangs nimmt die Trendenergie zu. Die präzise Trendanalyse ist möglich, weil die Zeit-Frequenzunschärfe im Gegensatz zur Wavelet-Transformation auch im Niederfrequenzbereich gering ist, vgl. Unschärfeellipse. |
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3.4 Geophysik: Sonnenflecken
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Sonnenflecken sind dunkle Punkte auf der Sonnenoberfläche, die eine dort geringere Temperatur anzeigen. Die Sonnenfleckenanzahl hängt mit der Sonnenaktivität zusammen und variiert mit einer schwankenden Periode von etwa 11 Jahren (Sonnenfleckenzyklus). Die Periodenschwankungen lassen sich mit Hilfe der Zeit-Frequenzanalyse feststellen. |
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Sonnenfleckenzahl, Wavelet-Analyse |
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Erwartungsgemäß ist eine charakteristische Ausprägung im Periodenintervall 8-16 Jahre zu erkennen. Obwohl das Zeitsignal teilweise eine gut ausgeprägte Periodizität aufweist, ist die Wavelet-Verteilung meist relativ unscharf. |
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Sonnenfleckenzahl, Transformation DXP-I, FFT-Länge 2048, 256 Abtastwerte |
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Bei einer Erhöhung der FFT-Länge auf 4096 verringert sich die Unschärfefläche in vertikaler Richtung, während sich die zeitliche Unschärfe nicht ändert. |
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