TFA -
Zeit-/Frequenzanalyse
und
-modifikation
Softwarestand: Version 2.033, 30.07.10
Diese Dokumentation: 30.07.10

IND - Ingenieurbüro für Nachrichten- und Datentechnik
Dr.-Ing. Peer Dahl
Keplerstrasse 44
75175 Pforzheim
Tel. 07231-650332
Fax: 07231-965186
eMail: P.Dahl@ind-technik.de
Internet: www.ind-technik.de
Vorwort
Geehrte Kundin, geehrter
Kunde
geehrte
Anwenderin, geehrter Anwender!
Vielen
Dank, dass Sie sich für dieses nach aktuellen Recherchen weltweit einzigartige
Softwareprodukt zur Zeit-Frequenzanalyse entschieden haben. Wie Sie sicher wissen,
liegt das Besondere dieses Programms in den enthaltenen Algorithmen (Rechenverfahren)
zur Auftrennung der allgemeinen Verbundenheit zwischen Zeit- und Frequenzauflösung,
was rein physikalisch gesehen bisher als unmöglich gilt.
Die
heute verfügbare Rechenleistung gestattet sowohl die Entwicklung als auch anschließend
den Einsatz von Algorithmen, welche hier einen bedeutenden Fortschritt leisten.
Diese sind in TFA direkt eingeflossen.
Für Interessierte etwas Theorie der
Zeit-/Frequenzanalyse – um was geht es?
Um Einsichten in das Frequenzverhalten
von Signalen zu gewinnen, ist die Diskrete Fourier-Transformation (DFT) heute sicher
eines der am häufigsten und in allen Bereichen der Digitalen Signalverarbeitung
eingesetzten analytischen Werkzeuge. Die spektrale Beschreibung eines Prozesses
kann darüber hinaus Ausgangspunkt für gezielte Manipulationen im
Frequenzbereich als vorteilhafte Alternative zur Verarbeitung im Zeitbereich
sein.
In der Praxis zu untersuchende
Phänomene sind häufig instationärer Natur und stehen nur für ein begrenztes
Zeitintervall zur Verfügung. Obwohl die DFT im Gegensatz zur zeitdiskreten
Fourier-Transformation nur für einen zeitlich begrenzten Prozess definiert ist,
kann das für eine bestimmte Frequenzgenauigkeit erforderliche Messzeitintervall
noch immer wesentlich zu groß sein. Die Minimierung des Messzeitintervalls ist
im Falle instationärer Prozesse indes auch anzustreben, um eine zufrieden
stellende zeitliche Lokalisierung des Ergebnisses zu erhalten. Unter diesen
Bedingungen liefert die DFT nur eine mehr oder weniger unscharfe Schätzung des
Zusammenhangs.
Seit Werner Heisenberg im Jahre 1927
seine berühmte Unschärferelation der Quantenmechanik formulierte, ist deswegen
auch ihre Analogie in der Nachrichtentechnik bis heute von besonderer Bedeutung
geblieben.
Die Konsequenz daraus für die
Spektralanalyse ist, dass über die Priorität zwischen erzielter
Frequenzgenauigkeit einerseits und der Lokalisierung im Zeitbereich
andererseits zu entscheiden ist. Beide Informationen lassen sich nicht
gleichzeitig „genau“ angeben. Soll ein Spektrum nur ein kleines Zeitintervall
repräsentieren, ist mit einer groben Frequenzauflösung zu rechnen. Steigert man
die Anforderung an die Frequenzauflösung, erfordert dies ein entsprechend
größeres Analysezeitintervall. Die fundamentale Beziehung zwischen diesen
beiden Größen kann exakt gerechnet und mit jedem Spektrumanalysator - gleich
welchen Funktionsprinzips - praktisch nachvollzogen werden.
An diesen Zusammenhang hat man sich
heute einerseits gewöhnt, andererseits sind die sich ergebenden Einschränkungen
so gravierend, dass auch heute weltweit nach immer neuen Auswegen gesucht wird.
Dabei ist zu beobachten, dass bisher bekannt gewordene Lösungen
·
aufgrund von Nichtlinearitäten störende „Nebenwirkungen“ wie
Ausprägung von Kreuztermen besitzen und Phantomsignale zeigen, die nicht
vorhanden sind (z.B. beim Wigner-Ville-Ansatz),
·
bei genauerer Betrachtung dem gesetzten Anspruch nicht
standhalten (z.B. bei der Wavelet-Transformation),
·
unrealistische Bedingungen voraussetzen (z.B. bei der
Verwendung von Gabor-Koeffizienten) oder
· Apriori-Wissen erfordern (z.B. Linear Predictive Coding,
LPC)
und daher ihre Anwendung nur für
ausgesuchte Einsatzgebiete möglich ist.
TFA enthält eine
neue Lösung, welche die bekannten Nachteile nicht oder in entscheidend
geringeren Maße besitzt.
Wir wünschen Ihnen nun viel Erfolg und neue
Analyseerkenntnisse über Ihre Signale, die nie zuvor in dieser Qualität zu
erzielen waren.
Ihr
IND - Ingenieurbüro für Nachrichten- und Datentechnik
Dr.-Ing. Peer Dahl
Keplerstrasse 44
75175 Pforzheim
Tel. 07231-650332
Fax: 07231-965186
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Internet: www.ind-technik.de
Inhalt
2 Systemvoraussetzungen, Installation
und Deinstallation
2.2.2 Für weniger geübte Nutzer
4.1 Der Arbeitsbereich mit den
Darstellungen Zeitbereich, Frequenzbereich und Zeit-/Frequenzebene
4.1.1 Die Darstellung „Zeitbereich“
4.1.2 Die Darstellung „Frequenzbereich“
4.1.3 Die Darstellung
„Zeit-/Frequenzebene“
4.1.4 Auswahl und Größen der
Darstellungen
4.2.1.1.1 WAV-Format, PCM, 16-Bit, 1 Kanal
(mono)
4.2.1.1.2 WAV-Format, PCM, 16 Bit, 2 Kanal
(komplex-wertig)
4.2.1.1.3 WAV-Format, PCM, 24 Bit bzw. 32 Bit,
1 Kanal bzw. 2 Kanäle
4.2.1.1.4 WAV-Format, FLOAT, 32 Bit, 1 Kanal
bzw. 2 Kanäle
4.2.1.1.5 TFA-Format, 32 Bit, 1 Kanal
(reell-wertig)
4.2.1.1.6 TFA-Format, 32 Bit, 2 Kanal
(komplex-wertig)
4.2.1.1.7 TXT-Format, Textdatei
4.2.1.2 Export (komplex) bzw. Export (reell)
4.2.3.1.1 Pegel-Farbe-Zuordnung
4.3.4 Präsentation kontinuierlich /
diskretisiert
4.3.10 Vertikale Harmonic-Marker
4.3.11 Horizontale Harmonic-Marker
4.3.12 Erweiterte XY-Marker-Funktionen
4.3.13 Hinein und heraus „Zoomen“
4.3.14 Erweiterte Zoom/Grenzen-Funktionen
4.3.15 Spektralanalyse-Einstellungen
4.3.15.6 Weitere Erläuterung der
Einstellungen
4.3.16.7 Geschwindigkeit vs. Qualität
4.3.17 DDC – Digital-Down-Converter
4.3.17.4 Automatische DDC-Einstellung
5.1.1 Sprachsignal: F0-Analyse in
flüssiger Sprache
5.1.2 Nachrichtentechnik: FSK-Signal
mit Shift und Schrittgeschwindigkeitsmessung
5.2.1 Sprachsignal: Extraktion der
F0-Schwingung
5.2.2 Nachrichtentechnik: Extraktion
eines FSK-Signals
5.3.1 Sprachsignal: Hörbarmachung eines
diskanten Stimmanteils
5.3.2 Nachrichtentechnik: Überführung
eines reellen Signals in die komplexe Basisbandlage
5.3.2.2 Neue TFA-Instanz mit DDC-Ergebnis
5.4 Modulationsspektrum-Analyse
5.4.1 Selektion und Extraktion einer
Frequenzkomponente als Hüllkurve
5.4.2 Messung des Modulationsspektrums
6.1 XY-Marker und Mauszeiger
entkoppeln
6.2 Lange DXP-I-Berechnungsdauer
6.3 Ansicht-Elemente nicht sichtbar
6.4 Ungenügende Spektralauflösung
6.5 Treppenförmiges Zeitsignal nach
DDC-Reduktion
6.6 Installation auf einem
Netzlaufwerk
9.1 Aufbau des TFA-Datei-Formats
TFA -
Zeit-/Frequenzanalyse und -modifikation
Das Softwareprodukt TFA dient in erster Linie der Zeit-/Frequenzanalyse, das bedeutet die
gleichzeitige Beschreibung eines Signals sowohl in Richtung der Zeitachse als
auch der Frequenzachse. Das ergibt eine dreidimensionale Darstellung, das Spektrogramm, bei der die Signalenergie
als dritte Dimension farbig gekennzeichnet ist (z.B. hohe Energie: rot,
niedrige Energie: blau bis schwarz). Handelt es sich bei der zu analysierenden
Signalprobe um etwas Hörbares, dann nennt man das Spektrogramm auch „Sonagramm“.
Ob Signale aber aus der
Welt des Hörbaren stammen, ob sie physikalische oder andere
naturwissenschaftliche Prozesse widerspiegeln, oder ob es sich um Signale aus
der sonstigen Nachrichtentechnik handelt, z.B. dem Digitalfunk, ist unerheblich:
In allen Fällen können herkömmliche Spektrographen die Zeit-/Frequenzebene nur
mit der typischen Unschärfe gemäß
der Heisenbergschen Unschärferelation
der Nachrichtentechnik darstellen.
Ein Beispiel hierzu: Eine
Sprachprobe[1]
wird im Folgenden mit einer herkömmlichen Hann-gefensterten
Fast-Fourier-Transformation (FFT) der Länge 4096 analysiert:

Abbildung 1‑1:
Sprachprobe, Transformation FFT, FFT-Länge 4096
Das ergibt eine recht
genaue Auflösung in Frequenzrichtung (3,91 Hz), jedoch eine
grobe zeitlichen Auflösung (etwa 0,256 s). Die Sprachpausen sind sehr unscharf dargestellt.
Die zeitliche Auflösung lässt sich durch Verringerung der FFT-Länge auf den Wert 512 um den Faktor 8 erhöhen, wie folgendes Spektrogramm zeigt. Das ergibt eine entsprechend grobe Auflösung in Frequenzrichtung (31,25 Hz), dafür jedoch eine genauere zeitliche Auflösung (etwa 0,032 s). Die Sprachpausen zum Beispiel sind nun genauer dargestellt.

Abbildung
1‑2: Sprachprobe, Transformation FFT,
FFT-Länge 512
Mit TFA lässt sich das Signal sowohl in Frequenz- als auch in
Zeitrichtung genau vermessen. Das leistet die anstelle der FFT wählbare neue
Transformation DXP-I. Bei ihr lässt sich die Frequenzauflösung (bis zu 4096
Linien) und das eingehende Zeitintervall (z.B. 512 Abtastwerte) getrennt
voneinander einstellen, wie folgendes Spektrogramm zeigt. Man erhält gewissermaßen das Beste aus den beiden obigen Darstellungen:

Abbildung
1‑3: Sprachprobe, Transformation DXP-I,
FFT-Länge 4096, 512 Abtastwerte
Mit der bedeutend
schärferen Darstellung der Zeit-/Frequenzebene geht auch eine wesentlich
präzisere Energiemessung einher, weil sich die Signalenergie nicht mehr so sehr
in der Ebene verteilt.
Auf der Grundlage eines
genaueren Spektrogramms ist auch die Signalmodifikation
in der Zeit-/Frequenzebene mit höherer Qualität möglich. Wie später
beschrieben, lassen sich im Spektrogramm wählbare Bereiche extrahieren oder
zeit-/frequenzagil filtern.
Wichtiger Hinweis:
TFA und DXP sind neue, noch nicht so
verbreitete Werkzeuge, die – das sei vorausgeschickt - nicht schwierig zu beherrschen sind. Jedoch
ist ein wenig Übung und auch Wissen und Erfahrung vorteilhaft, um den vollen
Nutzen daraus ziehen zu können. Wer mit DXP
bisher noch nicht so vertraut ist, dem sei dringend das kurze Kapitel 5 „Übungen“ ans Herz gelegt. Es bietet einen Einstieg, und ist
als Ausgangspunkt für die Erkundung des eigenen Signalmaterials gedacht.
In
diesem Abschnitt erfahren Sie, wie sich die Software TFA in- und außer Betrieb nehmen lässt.
Die
Mindestsystemvoraussetzungen sind:
TFA kommt auch mit geringeren Ressourcen aus, doch: Je höher der
Prozessortakt ist, desto geringer fallen die Programmreaktionszeiten besonders
im Falle der DXP-Transformationen aus. Ein größerer Hauptspeicher ermöglicht
das Vergrößern der Programmfenster auch bei hohen Bildschirmauflösungen ab 1280
x 1024 Pixel auf die Flächen von zwei Monitoren im Dual-Monitorbetrieb. Ein
größerer Hauptspeicher ermöglicht ausserdem den Betrieb mit sehr großen
Signaldateien.
Empfohlen
sei:
Auch
wenn TFA in der aktuellen Version
nur einen Prozessor nutzen kann, so ist es im Falle eines Mehrprozessorsystems
doch möglich, eine zweite Instanz von TFA
parallel und unabhängig voneinander betreiben zu können. Außerdem reagiert das
Betriebssystem schneller auf andere Eingaben, weil TFA das System nicht „blockiert“.
TFA ist - wie viele andere IND-Softwareprodukte auch – so
konzipiert, dass es nicht im Betriebssystem des Computers registriert werden
muss. Es benötigt also nur Rechnerressourcen, wenn es auch gestartet ist.
Dadurch belastet es die Registry-Dateien nicht, bremst das Betriebsystem nicht
aus und verlängert auch nicht die Computer-Startzeit.
TFA wird als ZIP-Archiv geliefert. Das ZIP-Archiv enthält das Verzeichnis
„TFA“, darunter liegen alle benötigten Unterverzeichnisse und Dateien.
Zur
Installation ist das ZIP-Archiv in ein beliebiges Verzeichnis zu entpacken. Hierzu
extrahiere man das komplette Verzeichnis „TFA“ einschließlich seiner
Unterverzeichnisse und Dateien an einen beliebigen Ort auf der Festplatte.
Hinweis: Sie müssen über Administrator-Rechte verfügen!
Bitte
kopieren Sie den Inhalt des ZIP-Archivs unter Beibehaltung der
Verzeichnisstruktur an einen beliebigen Ort Ihrer Festplatte und stecken den
USB-Dongle in einen freien USB-Anschluss ein.
Vielleicht
wünschen Sie die Speicherung des „TFA“-Verzeichnisses in einem neuen
Unterverzeichnis z.B. mit dem Namen „ZeitFrequenzanalyse“. Bitte verfahren Sie dann
in folgenden Schritten:
Schritt 1: Erstellung eines Verzeichnisses
„ZeitFrequenzanalyse“ auf der Festplatte.
Hierzu
Schritt 2: Entpacken des ZIP-Archivs in das zuvor erstellte
Verzeichnis. Je nach dem, wie Sie das TFA-ZIP-Archiv erworben haben,
Bitte
öffnen Sie das ZIP-Archiv durch einen Doppel-Klick mit der linken Maustaste auf
die ZIP-Datei oder durch Klicken auf die Taste „Ausführen“ (oder vergleichbar
ähnlich) in Ihrem Download-Manager.
Der
angezeigte Inhalt des ZIP-Archivs ist über die rechte Maustaste zu kopieren und
ebenfalls über die rechte Maustaste in das in Schritt 1 erstellte Verzeichnis
einzufügen.
Eventuell
möchten Sie im Verzeichnis „ZeitFrequenzanalyse“ weitere Verzeichnisse z.B. für
Ihre Signaldateien erstellen. In diesem Fall sieht Ihre Verzeichnisstruktur z.B.
wie folgt aus:

Abbildung
2‑1: Mögliche Verzeichnisstruktur für die
Programminstallation
Schritt 3: Einstecken des Dongles „TFA Vx.x“ in einen freien
USB-Anschluss.
Tipp:
Am besten wählt man einen USB-Anschluss auf der Rückseite des Computers, damit eine
mechanische Beschädigung des Dongles und des Computers beim versehentlichen
Daranstoßen vermieden wird.
Es
finden keine automatischen Installationen beim Einstecken des Dongles statt.
Bitte
kopieren Sie neue Dateien einfach in das TFA-Verzeichnis und überschreiben
damit die jeweils gleichnamigen Dateien der älteren Programmversion.
Die
vollständige Deinstallation ist einfach: Hierzu
Das
Programm wird durch einen Doppelklick mit der linken Maustaste auf die Datei
„TFA.exe“ gestartet. Hierzu
Hinweise für mehr Komfort:
Komfortabler
ist evtl. die einmalige Einrichtung einer Verknüpfung auf dem Desktop. Hierzu
Anstelle
der Erstellung einer Verknüpfung kann man „TFA.exe“ auch an das Startmenü
heften. Hierzu
Man beachte allerdings, dass bei einer Deinstallation die Komfort-Schritte
manuell rückgängig zu machen sind (Verknüpfung löschen bzw. Programm-Verweis
aus Startmenü löschen).
Nach dem Programmstart zeigt
sich je nach den gewählten Ansicht-Optionen folgendes Programmfenster:

Abbildung
4‑1: Das TFA-Programmfenster nach
Programmstart
Wenn man über die Funktion
Datei-Öffnen z.B. die WAV-Datei „IND_TFA.Wav“ (im Lieferumfang enthalten) lädt,
erhält man bereits eine Analyse mit den Darstellungen von Zeitbereich (links
oder oben), Frequenzbereich (oben bzw. links) und der Zeit-/Frequenzdarstellung
(rechts - unten):

Abbildung 4‑2: TFA nach Öffnen der Datei
„IND_TFA.Wav“, FFT-Länge: 1024
Wie bei den meisten
Windows-Programmen gibt es hier:
·
Die Menüleiste
·
Die
Kurzwahl-Tasten für häufig verwendete Funktionen
·
Den
Arbeitsbereich, der die drei Darstellungen Zeitbereich, Frequenzbereich und
Zeit-/Frequenzebene enthält
·
Daneben sind je
nach den gewählten Optionen einige Messhilfsmittel zu sehen.
Diese Programmelemente
sollen nun erläutert werden. Den Anfang macht „Der Arbeitsbereich mit den
Darstellungen Zeitbereich, Frequenzbereich und Zeit-/Frequenzebene“, weil
er den größten Raum im Hauptfenster einnimmt.
Obige
Abbildung zeigt bereits die wichtigsten Elemente des Arbeitsbereichs, es sind
die drei Darstellungen:
Sie
entspricht einem Oszillogramm eines Zeitsignals. Dementsprechend sind seine
Achsen mit „Zeit“ und „Amplitude“ beschriftet. Diese Darstellungsart ist in
vielen Produkten zur Signalanalyse enthalten und birgt keine Besonderheiten.
Die Grafik kann links, wie in obiger Abbildung gezeigt, oder im oberen
Arbeitsbereich angeordnet sein, vgl. Abschnitt 4.3.5.
Diese
Darstellung zeigt das Betragspektrum des
Zeitintervalls, dessen Mitte der zeitlichen Koordinate des Mauszeigers in der
Zeit-/Frequenzdarstellung, siehe unten, entspricht. Die Transformationsparameter,
also
sind
in Abschnitt 4.3.15 „Spektralanalyse-Einstellungen“ erläutert. Die Grafik kann oben, wie in obiger
Abbildung gezeigt, oder im linken Arbeitsbereich angeordnet sein, vgl.
Abschnitt 4.3.5.
Diese
Darstellung, bekannt auch als Spektrogramm
oder im Falle von Sprachsignalen als Sonagramm,
kann man sich vorstellen als gemeinsame Schau der Frequenzbereich-Darstellungen
aller gezeigten Zeitpunkte, und das in
einer einzigen Grafik. Die damit erforderliche dritte Koordinate wäre durch
Übergang vom Zweidimensionalen zu einem Kubus zu erhalten. Doch Experimente
haben erbracht, das sich hier durch Abschattungseffekte Signalbestandteile
leicht verdecken können.
Als
meist überlegen stellt sich die farbige Wiedergabe der dritten Koordinate dar,
der man die „Energie“ zuordnet. Wie Energie und Farbe zusammenhängen, ist in
Abschnitt 4.2.2.4 behandelt.
Die
Grafik ist im Arbeitsbereich immer unten/rechts platziert, doch die
Achsenbedeutung orientiert sich an der Anordnung der anderen beiden Grafiken,
weil angrenzende Achsen gemeinsam sind.
Nützlicher Hinweis:
Ein
Maus-Doppelklick in die Zeit-/Frequenzebene veranlasst die Speicherung des
Spektrallinienvektors (dB-skaliert, txt-Format) für den der Mausposition
entsprechenden Zeitpunkt. Der Speicherort ist das TFA-Arbeitsverzeichnis. Zeitpunkt und Frequenzauflösung sind dem
Dateinamen zu entnehmen.
In
Abbildung 4‑2 ist ein Vorschlag für die Größen der drei
Darstellungen gemacht. Vielleicht ist es manchmal besser, zu Gunsten einer
bestimmten Darstellung eine andere kleiner zu zeichnen oder ganz darauf zu
verzichten.
Das
ist einfach durch Maus-Ziehen der Fenstergrenzen möglich. Sowie sich der
Mauszeiger im Bereich einer Fenstergrenze befindet, zeigt das typische Mauszeigersymbol
die Bereitschaft hierzu an. Die folgenden zwei Abbildungen geben Beispiele:

Abbildung
4‑3: TFA mit vergrößerter
Zeit-/Frequenzdarstellung

Abbildung
4‑4: TFA mit vergrößerter Zeitdarstellung
![]()
Die Menüleiste umfasst die
Punkte
Die nächsten Abschnitte
gehen darauf ein.
Es stehen zur Wahl:
TFA kann sechs
Dateiformate öffnen, verarbeiten und exportieren:
PCM-16-Bit
ist das am öftesten verwendete Format. In der Regel wird es sich bei einer
Signalaufzeichnung um eine einkanalige reellwertige Datei handeln, also eine
gewöhnliche Aufzeichnung in mono.
TFA kann auch komplexwertige Signaldateien verarbeiten. Solche können z.B.
am Ausgang eines Digital-Down-Converters (DDC) entstehen und enthalten einen
Realteil (Re) und einen Imaginärteil (Im). Die Abtastwertefolge innerhalb der
Datei ist (Re), (Im), (Re), (Im)…. . Für dieses zweikanalige Dateiformat hat
sich die Verwendung des Stereo-WAV-Formats durchgesetzt. An die Stelle der
Links- und Rechts-Information treten Real- und Imaginärteil. TFA ist also nicht zur Bearbeitung von
Stereo-Dateien geeignet.
Hinweis: Um dieses Dateiformat noch präziser verarbeiten zu
können, findet in TFA zunächst eine
Abtastratenverdopplung statt. Dadurch verbessern sich die
Vermessungseigenschaften, aber die angezeigten Abtastwertenummern besitzen im
Vergleich zur Datei den doppelten Wert. Zeit- und Frequenzbezug sind davon
natürlich nicht betroffen.
Diese
Dateiformate sind vergleichbar mit denen in den beiden vorigen Abschnitten
genannten. Der Unterschied besteht darin, dass hier ein Abtastwert zur
Erzielung einer höheren Aussteuerdynamik mit 3 bzw. 4 Bytes anstelle von nur 2
Bytes dargestellt wird.
Dieses
Format speichert jeden Abtastwert nicht als ganzzahlingen PCM-Wert sondern im
Fließkommaformat.
Hierbei
handelt es sich um ein TFA-eigenes Format,
das folgende Merkmale aufweist:
Der
exakte Dateiaufbau des TFA-Formats ist Abschnitt 9.1 zu entnehmen.
Es
gelten dieselben Erläuterungen wie im Abschnitt zuvor.
Oft
liegen Abtastwertefolgen auch als Textdateien vor. Die Werte stehen darin im
Klartext. Dabei kann es sich um ganzzahlige Werte oder/und Fließkommawerte
handeln. Die Werte sind durch sog. „White-Space-Characters“, also z.B. durch
Leerzeichen oder „Returns“ getrennt.
Eine
Textdatei beginnt mit 4 Info-Werten, gefolgt von beliebig vielen Abtastwerten:
Gültige Wert-Einheiten bestehen aus einem optionalen Multiplizierer und der Einheit. Multiplizierer können sein:
Gültige
Einheiten sind:
Beispiel: Eine Messreihe aus der Geoforschung beginnt im Jahre
1958, wobei die Zeit zwischen zwei Messungen 0.0833333 Jahre beträgt. Die Textdatei
beginnt dann wie folgt:
1958.0 yr
0.08333333 yr
315.56
315.56
315.56
317.29
317.34
316.52
315.69
………
Viele
andere Softwareprodukte können im TXT-Format exportieren, so dass somit eine
Schnittstelle besteht.
Hinweis: Textdateien bieten die Möglichkeit, WAV-Formatbeschränkungen
zu umgehen. Beim Export aus TFA in
WAV-Dateien ist darauf zu achten, den 16-, 24- bzw. 32-Bit-Wertebereich nicht zu
übertreten, weil WAV-Dateien dann übersteuert sind. Ausserdem können
WAV-Dateien nur ganzzahlige Abtastraten speichern. Die oben beschriebenen TFA-Dateien
sind hiervon nicht betroffen.
In
obigem Abschnitt wurde darauf hingewiesen, dass TFA reell- und komplexwertige Signale verarbeiten kann. Nicht
unbedingt für TFA, jedoch für andere
Anwendungen kann es hilfreich sein, die beiden Formate untereinander
konvertieren zu können.
Mit
diesem Befehl kann man eine geladene reellwertige Signaldatei in eine
komplexwertige umsetzen und umgekehrt. Im ersten Fall bedeutet das eine Frequenzbandverschiebung
um den Betrag der halben Abtastfrequenz und anschließende Halbierung derselben.
Im zweiten Fall wird nach der Frequenzverschiebung die Abtastfrequenz
verdoppelt. Die Gesamtdatenrate bleibt natürlich gleich, denn es ändert sich
dabei auch die Kanalzahl.
Dieser
Befehl schließt TFA. Programmeinstellungen
wie z.B. FFT-Längen und sonstige Transformationsparameter werden gespeichert
und bleiben für den nächsten Programmneustart erhalten. Wie üblich, lässt sich TFA natürlich auch über einen Klick auf
das rote Kreuz
in der Programmkopfzeile schließen.
Es stehen zur Wahl:
Wenn
die Einträge markiert sind (Häkchen), sind die entsprechenden Elemente im
Programmfenster sichtbar.

Der
XY-Marker ist ein Fadenkreuz, dessen Schnittpunkt an die Mauszeigerposition in
der Zeit-/Frequenzebene gekoppelt ist.
Wichtiger Hinweis:
Manchmal ist diese Kopplung
unerwünscht, weil z.B. zu Dokumentationszwecken der XY-Marker stehen bleiben
soll, während der Mauszeiger die Darstellung verlässt. Zur LÖSUNG DES
MAUSZEIGERS VOM XY_MARKER DRÜCKE MAN DIE TASTE „STRG“, manchmal heißt sie auch
„CONTR“. Für die Dauer des Tastendrucks ist die Kopplung aufgehoben. Dabei ist
es wichtig, dass TFA auch das derzeit aktive Fenster ist, das damit
Tastenbetätigungen annimmt.

Das
XY-Gitter ist ein Netz von Hilfslinien in der Zeit-/Frequenzdarstellung. Die
beiden anderen Darstellungen (Zeitbereich und Frequenzbereich) sind durch diese
Option nicht betroffen.

Gemäß
der Unschärferelation in der Nachrichtentechnik steht bei der
Zeit-/Frequenzanalyse eine präzise Lokalisierung in Zeitrichtung einer
gleichzeitig präzisen Lokalisierung in Frequenzrichtung entgegen. Beide Größen
lassen sich nicht gleichzeitig genau angeben. So ergibt sich jeweils eine
Unschärfe der Messung in Zeit- und eine in Frequenzrichtung. Das Produkt der
beiden Unschärfen spannt in der Zeit-/Frequenzebene eine Unschärfefläche auf.
Wünschenswert ist natürlich eine Verringerung des Flächeninhalts, was durch die
eingebauten DXP-Transformationen dargestellt werden kann.
Um
schnell einen Überblick über die mit den Transformationseinstellungen verbundene
Unschärfe zu gewinnen, ist TFA mit
einer Flächenanzeige ausgestattet. Sie zeigt einerseits die Gesamtfläche auch selbstverständlich
in Abhängigkeit der eingestellten Skalierung an und andererseits die
Unschärfeverteilung, die sich hauptsächlich durch die Größe des in die
Berechnung eingehenden Zeitintervalls ergibt.
Die
Unschärfefläche ist bei Programmstart oder
Einschalten der Option etwa in der Mitte der Zeit-/Frequenzebene angeordnet
und magenta-farben. Sie kann aber mit der Maus über die linke Maustaste an
jeden beliebigen Punkt des Programmfensters verschoben werden. In Abbildung
4‑2 ist die Unschärfefläche
![]()
links
des Spektrums (oben) bzw. oberhalb der Zeitdarstellung (links) zu sehen. Die
Bezeichnung „Unschärfe“ zeigt auf eine Unschärfefläche mit der Form eines
Punkts. Dieser Punkt erscheint sehr konzentriert, was damit zusammenhängt, dass
das Spektrogramm einen relativ großen Signalausschnitt sowohl in Frequenz- als
auch in Zeitrichtung zeigt.
Ein
Darstellungs-Zoom mit den Werten:
vergrößert
den Detailgrad und damit auch die „Darstellung“ der Unschärfefläche, wie
folgende Abbildung zeigt.
Die
Unschärfefläche ist in der farbigen Umgebung der Zeit-/Frequenzebene vielleicht
etwas schwierig auszumachen.

Hilfe:
Sie liegt ein wenig rechts-oberhalb des XY-Marker-Fadenkreuzes.

Abbildung
4‑5: Unschärfefläche bei Transformation FFT,
FFT-Länge: 1024
Achtung: Die physikalische Unschärfefläche hat sich durch den
Zoom nicht vergrößert, lediglich ihre Darstellung.
Wenn
man die FFT-Länge der FFT auf z.B. den Wert 4096 steigert, erhält man folgendes
Spektrogramm:

Abbildung 4‑6:
Unschärfefläche bei Transformation FFT, FFT-Länge: 4096
Die
Unschärfefläche

ist
in Richtung der Zeitachse um den Faktor 4 angewachsen, weil ein viermal
größerer Zeitbereich in die Rechnung eingeht. In Frequenzrichtung dagegen hat
sich ihre Ausdehnung um den Faktor 4 verringert.
Der
Flächeninhalt selbst ändert sich durch Vergrößerung oder Verkleinerung der
FFT-Länge nicht, nur die Längenverteilung. Man kann aber anhand der beiden
Darstellungen zumindest optisch erkennen, dass die angezeigte Unschärfefläche
tatsächlich mit der Unschärfe des Spektrogramms übereinstimmt.
Was passiert nun mit der
Unschärfefläche durch Auswahl der Transformation DXP-I?

Abbildung 4‑7:
Unschärfefläche bei Transformation DXP-I, FFT-Auflösung: 4096, Zeitfenster: 256
Abtastwerte
Auch
hier ist die Unschärfefläche
ein
wenig rechts-oberhalb des XY-Marker-Fadenkreuzes angeordnet. Man erkennt in
Übereinstimmung mit dem Spektrogramm, dass
Bitte probieren Sie es doch später
selbst einmal aus, sobald auch die restlichen Bedienelemente hier beschrieben
wurden!

Ein
Spektrogramm, also eine Zeit-/Frequenzanalyse ist eine dreidimensionale
Darstellung. Die dritte Dimension stellt die Energie dar, die farblich kodiert
ist. Die Pegel-Legende, in den obigen Abbildungen in der rechten Mitte des
Spektrogramms zu sehen, ist eine Zuordnungstabelle, welche den Energie-Stufen
entsprechende Farben zuordnet.
Die
Pegel-Legende kann, wie auch die Darstellung der Unschärfefläche, mit dem
Mauszeiger anhand der linken Maustaste im Bereich des Programmfensters beliebig
verschoben werden.
Die
Festlegung der Pegelfarben ist frei möglich, siehe Abschnitt 4.2.3.1 „Farben“.

Bewegt
man den Mauszeiger über den Signaldarstellungen, zeigt ein Info-Fenster die mit
den Mauskoordinaten verknüpften Signalgrößen an. Im Falle der Zeit-/Frequenzdarstellung sind
das:
Auch
das Mauskoordinaten-Info-Fenster kann mit dem Mauszeiger anhand der linken
Maustaste im Bereich des Programmfensters beliebig verschoben werden.
![]()
Manche
Rechenoperationen dauern in Abhängigkeit von der Leistungsfähigkeit des
verwendeten Computers etwas länger. Eine optische Kontrolle für den
Prozessfortschritt ist ein sich drehendes Atom, das an der Berührstelle der
drei Signaldarstellungen erscheint[2].
TFA bietet
einige Optionen zur individuellen Einrichtung des Programms:
Die Einstellungen werden
beim Schließen des Programms gespeichert.
![]()
Über
diesen Befehl öffnet sich das Bedien- und Einstellungsfenster „Funktionen und
Parameter“ direkt mit der Registerkarte „Einstellungen“:

Abbildung 4‑8: Bedienfenster „Funktionen und
Parameter->Einstellungen“
In der oberen Hälfte lassen
sich die Farben
konfigurieren.
Das
erste Feld „Anzahl Pegelfarbstufen“ dient
der Einstellung der farblichen Auflösung der Energie in der
Zeit-/Frequenzdarstellung. Die Liste „dB-Pegel“
enthält ebenso viele dB-Eintragungen. Jede Pegelstufe ist einzeln wählbar und
über den Farbdialog (Taste
)
mit einer Farbe zu belegen. Über die Taste „Default“
geschieht die Pegel-Farbe-Zuordnung automatisch in einem intuitiven
Farbverlauf:
Das
Auswahlfeld „Farbeinstellungen“
listet alle Bedienelemente, deren Farbe sich ändern lässt. Jedes Bedienelement
ist einzeln wählbar und über den Farbdialog (Taste
)
mit einer Farbe zu belegen. Über die Taste „Default“
geschieht die Farb-Zuordnung automatisch in Form eines Farbgebungsvorschlags.
![]()
Es
gibt Funktionen in TFA, die
Zwischendateien auf die Festplatte schreiben. Über diese Option kann man den
Speicherort vorgeben.
![]()
TFA ist in den Landessprachen Deutsch und Englisch verfasst. Über diese
Option wählt man die Sprache aus.
![]()
Über
diesen Befehl öffnet sich das Bedien- und Einstellungsfenster „Funktionen und
Parameter“ direkt mit der Registerkarte „Einstellungen“, siehe Abbildung
4‑8.
Die
Einstellungen umfassen Grafik- und Transformationsfestlegungen des Benutzers.
Verschiedene
Einstellungssets lassen sich mit den linken beiden Tasten in der unteren
Fensterhälfte speichern und laden. Mit der rechten Taste
lassen sich die Werkseinstellungen
wiederherstellen.
Beim
Beenden von TFA werden alle
Einstellungen gespeichert und bei erneutem Programmstart wieder geladen. Im
Falle der Spektraltransformation-Einstellung „DXP-I“ kann das nachteilig sein,
weil – vielleicht ungewollt – beim Öffnen einer Signaldatei sofort die
langsamere DXP-Transformation stattfindet. Dies lässt sich durch Markierung der
Option unterbinden.
Wenn
diese Option gewählt ist, wird beim Öffnen
einer Signaldatei ein evtl. vorhandener DC-Offset eliminiert.
Wenn
diese Option gewählt ist, wird beim Öffnen
einer Signaldatei in Abhängigkeit vom Signalformat eine Skalierung der
Maximalaussteuerung auf den Wert 1.0 durchgeführt. Damit ist der Wertebereich
unabhänigig vom Signalformat.
Beispiel:
Ein Abtastwert der Amplitude 32767 wird im Falle einer 16-Bit-PCM-WAV-Datei in
den Wert 1.0 skaliert.
TFA bietet
zwei Hilfemöglichkeiten an:
![]()
Ein
Grundsatz bei der Entwicklung der TFA-Benutzeroberfläche
ist die möglichst effiziente Verwendung der Bildschirmfläche. Deswegen sind die
meisten Bedienelemente und Eingabefelder in einem gesonderten Fenster „Funktionen und Parameter“
untergebracht. Die Kurzwahl-Tasten bieten einen Platz sparenden Zugriff auf die
wichtigsten Bedienelemente und öffnen ggf. das Fenster „Funktionen und Parameter“ für weiterführende Einstellfunktionen.
Es stehen Kurzwahltasten für folgende Funktionen zur Verfügung:
Die
Funktionen werden im Folgenden erläutert.
![]()
Dieser
Befehl öffnet eine Signaldatei wie in Abschnitt 4.2.1.1 beschrieben.
![]()
Der Befehl zeigt dieses Dokument
im HTML-Format an.
![]()
Hier
stellen Sie die vorliegende Programmversion fest und gelangen über eine
Internetverbindung direkt zu IND, z.B., um nach neuen Updates zu
suchen.
![]()
In
der Digitalen Signalverarbeitung ist die Nummer eines Abtastwerts mit dem
Zeitpunkt [s] seiner Erfassung über die Abtastfrequenz verknüpft. Ähnliches
gilt für Nummer einer Spektrallinie und die repräsentierte Frequenz [Hz]. Mit
diesem Befehl lasst sich die Präsentation zwischen Zeit [s] bzw. Frequenz [Hz]
und Zeit-Abtastwertenummer bzw. Spektralliniennummer umschalten. So kann man
z.B. gezielt einen gewünschten Abtastwert finden oder Wertangaben in ihrem
physikalischen Zusammenhang anzeigen lassen.
![]()
Dieser
Befehl tauscht Zeit- und Frequenzachse. Abbildung
4‑7 würde dann folgendermaßen gedreht:

Abbildung
4‑9: Wechsel der Orientierung
![]()
Je
nach gewähltem Signalausschnitt kann die Pegelverteilung ganz unterschiedlich
sein. Diese Funktion legt die Energieskalierung der Zeit-/Frequenzebene und der
Spektraldarstellung einerseits und der Amplitudenskalierung andererseits so
fest, dass die Diagramme „gut ausgesteuert“ sind.
Es
lohnt sich oft, diese Funktion auch z.B. nach dem Wechsel
Die
im Folgenden beschriebenen Bedienelemente liegen im Bereich ![]()
.
Für
viele TFA-Funktionen ist es
erforderlich, einen bestimmten Signalbereich auswählen zu können. Die
einfachste Möglichkeit zur Auswahl eines Signalbereichs ist vielleicht das
Aufspannen eines Rechtecks mit der Maus, ähnlich wie das von Grafikprogrammen
bekannt ist.
Um
diesen Auswahl-Modus zu aktivieren, ist die Bereichauswahl-Taste zu drücken.
Danach lassen sich in allen Darstellungen Auswahlrechtecke aufspannen, wie
folgendes Beispiel zeigt.

Abbildung
4‑10: Bereichauswahl in der
Zeit-/Frequenzebene
Solch
einen Bereich kann man dann z.B. vergrößern (Zoom), extrahieren, exportieren
und anderes.
![]()
Vertikale
Marker sind vertikale Hilfslinien in Diagrammen, die sich dort mit der Maus
verschieben lassen. Nach Betätigen der Taste „Vertikale Marker“ stehen in jeder
Darstellung 2 Marker (1’ und 2’) zur Verfügung.
Die
Markerpositionen erscheinen in einer Wertetabelle unterhalb der
Kurzwahl-Tastenleiste z.B. wie folgt:

Abbildung 4‑11: Wertetabelle für vertikale Marker
Außer
den Markerpositionen ist auch die Spalte (2’ -1’) zu sehen. Sie zeigt den
Abstand der beiden Marker an.
Die
Markerposition lässt sich jeweils mit der Maus verschieben oder durch Eintrag eines gewünschten Zahlenwerts
in die weißen Felder genau
einstellen.
Hinweis: Die Aktivierung der vertikalen Marker deaktiviert
andere vertikale Marker und die Bereichsauswahl, siehe unten.
![]()
Horizontale
Marker sind horizontale Hilfslinien in Diagrammen, die sich dort mit der Maus
verschieben lassen. Nach Betätigen der Taste „Horizontale Marker“ stehen in
jeder Darstellung 2 Marker (1’ und 2’) zur Verfügung.
Die
Markerpositionen erscheinen in einer Wertetabelle unterhalb der
Kurzwahl-Tastenleiste vergleichbar mit Abbildung 4‑11: Wertetabelle für vertikale Marker“, siehe oben.
Auch
hier gilt:
Außer
den Markerpositionen ist auch die Spalte (2’ -1’) zu sehen. Sie zeigt den
Abstand der beiden Marker an.
Die
Markerposition lässt sich jeweils mit der Maus verschieben oder durch Eintrag eines gewünschten Zahlenwerts
in die weißen Felder genau
einstellen.
Hinweis: Die Aktivierung der horizontalen Marker deaktiviert
andere horizontale Marker und die Bereichsauswahl, siehe unten.
![]()
Ein
Harmonic-Marker besteht aus einer Schar von Markern, die sich durch zwei Größen
auszeichnet:
Harmonic-Marker
werden benutzt, um zyklische Vorgänge über mehrere Zyklen vermessen zu können.
Ein
Beispiel sei die Vermessung eines digitalen Datenstroms, bei dem die Bitlänge
konstant ist.

Abbildung 4‑12: Messbeispiel mit „vertikalen
Harmonic-Markern“
Die
Markerpositionen erscheinen in einer Wertetabelle unterhalb der
Kurzwahl-Tastenleiste vergleichbar mit Abbildung 4‑11: "Wertetabelle für vertikale
Marker“, siehe oben.
Man
liest ab, dass der zeitliche Bit-Abstand der Frequenzumtastungen 4,16 ms
beträgt, was einer Schrittgeschwindigkeit von etwa 240 Bd entspricht. Hierbei
handelt es sich übrigens um ein FSK-Funkübertragungsverfahren, bei der die
Informationsübertragung in der Umtastung zweier Frequenzen liegt.
Hinweis: Die Aktivierung der vertikalen Harmonic-Marker
deaktiviert andere vertikale Marker und die Bereichsauswahl, siehe unten.
Vertikale Harmonic-Marker lassen sich aber mit horizontalen Markern
kombinieren.
![]()
Der
vorige Abschnitt erläutert die vertikalen Harmonic-Marker. Vergleichbares gilt
für die horizontalen Harmonic-Marker.
Hinweis: Die Aktivierung der horizontalen Harmonic-Marker
deaktiviert andere horizontale Marker und die Bereichsauswahl, siehe unten.
Horizontale Harmonic-Marker lassen sich aber mit vertikalen Markern
kombinieren.
![]()
Die
im Hauptfenster angezeigte Wertetabelle der Markerpositionen ist vielleicht
etwas klein gedruckt und je nach eingestellter Größe der Grafiken durch
Einblendung von sog. Bildlaufleisten unübersichtlich.
Über
diesen Befehl oder über einen Rechts-Klick mit der Maus über einer Grafik öffnet
sich das Bedien- und Einstellungsfenster „Funktionen und Parameter“ direkt mit der
Registerkarte „XY-Marker“:

Abbildung
4‑13: Bedienfenster „Funktionen und
Parameter->XY-Marker“
Hier
lassen sich die Markerpositionen komfortabel ablesen und durch Eingabe anderer
Werte verschieben.
Die
Tasten oberhalb der Wertetabelle entsprechen den Tasten in der
Kurzwahl-Tastenleiste des Hauptfensters, vgl. Abschnitte 4.3.7 „Bereichauswahl“ bis 4.3.11 "Horizontale
Harmonic-Marker“.
Die
im Folgenden beschriebenen Bedienelemente liegen im Bereich
![]()
![]()
Alle
drei Darstellungen können in den jeweiligen Achsenrichtungen hinein oder heraus
gezoomt werden:
Ein
Hinein-Zoomen (Taste
)
setzt voraus, dass über die Marker oder die Bereichauswahl, siehe oben, die
neuen Grenzen des angezeigten Ausschnitts festgelegt sind. Beim Heraus-Zoomen
(Taste
)
verdoppelt sich das angezeigte Intervall, wobei das Intervall an beiden Grenzen
gleichmäßig wächst.
Es
gibt vier Zoom-Tasten, die horizontal bzw. vertikal angeordnet sind. Mit diesen
kann in beiden Richtungen unabhängig voneinander gezoomt werden.
![]()
Über
diesen Befehl öffnet sich das Bedien- und Einstellungsfenster „Funktionen und
Parameter“ direkt mit der Registerkarte „Zoom / Grenzen“:

Abbildung
4‑14: Bedienfenster „Funktionen und
Parameter->Zoom / Grenzen“
Im
linken Bereich sind wieder die vier im vorigen Abschnitt erläuterten
Zoom-Tasten
und
zu sehen.
Zusätzlich
enthält das Fenster auch die diagonal angeordneten Tasten
und
.
Diese stellen eine Kombination von horizontalem und vertikalem Zoom dar.
Im
rechten Bereich sind die aktuellen Skalierungen, also die angezeigten
Intervalle von Amplitude, Zeit, Frequenz und Energie eingetragen. Diese Felder
sind editierbar, so dass ein Zoom direkt und präzise dort vorgenommen werden
kann.
Über
die Tasten
lassen sich die Grenzen des angezeigten
Zeitintervalls in die Zukunft und die Vergangenheit verschieben.
Die
Taste
ruft die Funktion siehe Abschnitt 4.3.6 „Automatische
Skalierung“ auf.
Tipp: Bei „DXP-I“ und „DXP-II“ als eingestellte Spektral-Transformation kann
der Bildaufbau länger dauern. Es empfiehlt sich daher, vor vielfachen
Zoom-Durchgängen kurzfristig zur Transformation „FFT“ zu wechseln, um am
Schluss zu „DXP“ zurückzukehren.
![]()
Über
diesen Befehl öffnet sich das Bedien- und Einstellungsfenster „Funktionen und
Parameter“ direkt mit der Registerkarte „Spektralanalyse“:

Abbildung
4‑15: Bedienfenster „Funktionen und
Parameter->Spektralanalyse“
Die
Spektralanalyse-Einstellungen und -Bedienelemente umfassen:
Diese sollen im Folgenden
näher erläutert werden.

Es stehen vier
Transformationen zur Verfügung:
„FFT“ ist
die gewöhnliche Fast-Fourier-Transformation, bei der ein Zeitintervall von n
Abtastwerten (im reellwertigen Fall) zu n/2 Spektrallinien führt.
Die
Transformation „FFT (Zero-Padding)“
ist eine FFT, bei der für n/2 Spektrallinien nicht n Abtastwerte sondern
Zweierpotenzen-Bruchteile von n Abtastwerten in die Transformation eingehen.
Die der FFT dann fehlenden Abtastwerte werden durch Nullwerte ersetzt. Eine
Zero-Padding-FFT bietet für eine bestimmte Abtastwertezahl eine verglichen mit
der FFT feinere Abtastung des Frequenzspektrums, eine Verbesserung der
Auflösung oder Verringerung der Abbildungsunschärfe gibt es aber nicht.
„DXP-I“, „DXP-II“, „DXP-III“ und „DXP-IV“ sind
Signalexpander, die im Gegensatz zur Zero-Padding-FFT die fehlenden Abtastwerte
nicht mit Nullen, sondern mit wirklich berechneten Werten ersetzen. Sie stellen
unterschiedliche Kompromisse zwischen Rechenzeit und Präzision dar:
Hinweis: Die Transformation
„(extern)“ ist bis Version V2.x noch nicht implementiert.
![]()
Diese
Taste startet die Berechnung der Zeit-/Frequenzdarstellung. Je nach gewählter
Transformation und Größe des Darstellungsfensters kann dies länger dauern. Der
Fortschrittsbalken am unteren Fensterrand informiert über den Grad der
Fertigstellung.
![]()
Zu
Dokumentationszwecken ist ein Grafik-Export in andere Windows-Anwendungen wie
üblich über die Tastenkombination <ALT-Druck> möglich.
Zusätzlich
ist ein Datei-Export der Zeit-/Frequenzdarstellung als Bitmap-Grafikdatei
(Format „BMP“) vorgesehen. Über diesen Befehl öffnet sich ein
„Datei-Speichern-Unter“-Dialog zur Benennung und Speicherung der Grafikdatei.
Der
Befehl ist identisch mit dem in Abschnitt 4.3.18 beschriebenen. Die Taste erhöht an dieser Stelle
lediglich den Bedienkomfort.
In
diesem Dialogfeld sind Einstellungen möglich, die sich in erster Linie im
Frequenzbereich auswirken:
Die
Auflösung, deren Wert in einer Auswahlbox einstellbar ist, gibt die ein
Spektrum umfassende Linienzahl an, also die Stützstellenzahl des Spektrums. Je
nach Abtastrate ist mit der Linienzahl ein bestimmter Frequenzabstand [Hz]
zweier benachbarter Linien verbunden. Dieser ist rechts neben der Auswahlbox zu
sehen.
Im
Zusammenhang mit der Spektralanalyse ist die Verwendung einer Fensterfunktion
üblich, die ein Zeitintervall von „Auflösung“-vielen Abtastwerten gewichtet.
Eine solche Fensterfunktion kann prinzipiell folgende Gestalt haben:

Abbildung
4‑16: Eine mögliche Fensterfunktion zur
Gewichtung eines Zeitintervalls
Es
existieren viele verschiedene Typen von Fensterfunktionen. In TFA sind einige besonders häufig
verwendete implementiert:
Diese
und ihre Spektralanalyseeigenschaften sind in der Literatur ausgiebig
beschrieben und sollen hier daher nicht im Einzelnen erläutert werden.
In
diesem Dialogfeld sind Einstellungen möglich, die zwar im Zeitbereich ansetzen,
jedoch damit ebenfalls Auswirkung auf die spektrale Darstellung haben:
Das
Zeitfenster, also die Abtastwertezahl des in die Transformation eingehenden
Zeitintervalls, ist mit einer weiteren Auswahlbox einstellbar. Bei
Transformationen wie „FFT“ ist diese Auswahl nicht möglich, weil das Zeitintervall
dann bereits durch die Auflösung gegeben ist. Andere Transformationen wie
„FFT-(Zero-Padding)“ oder die „DXP“-Transformationen gestatten die separate
Wahl des Zeitbereichs.
Je
nach Abtastrate ist mit der Zeitfenster-Größe ein bestimmtes Zeitintervall [s]
verbunden. Dieses ist rechts neben der Auswahlbox zu sehen.
Hierbei
handelt es sich um die gleichen Funktionstypen wie im Falle der Kategorie
„Frequenzbereich“, siehe oben:
In
TFA sind Zeit-/Frequenzanalysen
möglich, die bei anderen Produkten nicht bekannt und daher nicht geläufig sind.
Dieser Abschnitt erläutert das Analyseprinzip im Falle der DXP-Transformationen.
Angenommen,
Dann
zeigt in folgender Abbildung der obere Kurvenzug genau dieses gefensterte Zeitsignal.
Das
Zeitsignal wird über die DXP-Transformationen auf N Werte expandiert, diese
sind in folgender Abbildung im unteren Kurvenzug zu sehen.

Abbildung
4‑17: Expansion eines Zeitintervalls Z (oben)
auf N Abtastwerte (unten)
Bild
unten: Das auf N-Werte (N = Auflösung nach Abschnitt 4.3.15.4.1 „Auflösung“) expandierte Zeitsignal (rot) wird nach Abschnitt 4.3.15.4.2 „Fensterfunktion“ (grün) gefenstert. Das gefensterte Zeitsignal (blau)
wird der N-Punkte-FFT unterzogen.

Abbildung
4‑18: Fensterung des expandierten
Zeitintervalls bei N Abtastwerten
Auf
diese Weise erhält man ein N-Stützstellen-Spektrum, das aus einem Z-Abtastwerte-Signalintervall
hervorging, wobei Z<<N ist. Hierin liegt eine Besonderheit von TFA.
![]()
Über
diesen Befehl öffnet sich das Bedien- und Einstellungsfenster „Funktionen und
Parameter“ direkt mit der Registerkarte „Play / Export“:

Abbildung
4‑19: Bedienfenster „Funktionen und
Parameter->Play / Export“
Diese
Befehlskategorie dient dazu, Signalintervalle anhand der Bereichauswahl oder
den XY-Markern (siehe Abschnitte 4.3.7 bis 4.3.9) direkt in den
Darstellungen
zu
selektieren und zeit- und/oder frequenzbandbegrenzt zu extrahieren und als
Zeitsignal oder als Hüllkurve des Zeitsignals
Während
dieses Vorgangs sind ggf. weitere Signalmodifikationen möglich.
Die „Play / Export“ -
Einstellungen und -Bedienelemente umfassen:
Diese
sollen im Folgenden näher erläutert werden. Sie setzen wie gesagt eine
vorhergehende Bereichselektion in einer der Grafiken voraus.
![]()
Mit
dieser Tastengruppe ist ein wie in vielen Windows-Applikationen übliches
Abspielen des selektierten Signalbereichs über die Lautsprecher des PC-Systems möglich.
Es sind die Befehle
implementiert.
Je nach selektierter Grafikdarstellung kann die Berechnung des abzuspielenden
Signals länger dauern. Die einfache Selektion im Zeitbereich ist natürlich
schnell möglich, während Selektionen in der Zeit/Frequenzebene je nach der
Größe des Zeitintervalls länger dauern können. Der Fortschrittsbalken am
unteren Fensterrand informiert über den Grad der Fertigstellung.
![]()
Für
die weitere Analyse z.B. von Modulationsspektren in einer neuen TFA-Instanz
oder mit anderen Analyseprodukten kann die Signalaufbereitung als Betragssignal
der Hüllkurve durchgeführt werden. Hierzu ist diese Checkbox zu markieren.
![]()
Anstatt
das selektierte Signal über die Lautsprecher des PC-Systems abzuspielen, kann
man es mit dieser Taste einer neuen TFA-Instanz
zuführen. Das bedeutet, es öffnet sich ein neues TFA-Programmfenster, welches bereits das selektierte Signal
anzeigt.
Es
können beliebig viele TFA-Instanzen
parallel gestartet sein. Lediglich die Systemressourcen stellen hier natürlich
eine Begrenzung dar.
![]()
Dieser
Befehl wirkt wie die beiden zuvor genannten. Die Ausgabe des selektierten
Signals erfolgt als WAV- oder TFA-Datei über einen "Datei-Speichern"-Dialog.
Im WAV-Falle stehen verschiedene Unterformate zur Auswahl, z.B. 16-Bit-PCM,
24-Bit-PCM, 32-Bit-PCM und 32-Bit-FLOAT.
![]()
Die Berechnung der Signalextraktion kann wie bereits
erwähnt länger dauern. Mit dieser Taste kann der Vorgang gestoppt werden.
Bei
einer Selektion in den Darstellungen
ist
die Angabe einer absoluten unteren Pegelschwelle möglich. Hierzu ist die
Check-Box zu setzen und eine gewünschte Pegelschwelle rechts daneben
einzutragen.
Linien
mit Energiewerten unterhalb dieser Schwelle werden auf den Wert Null gesetzt –
so, wie das bei Linien außerhalb des Selektionsbereichs sowieso der Fall ist.
Das
bedeutet besonders für die Filterung in der Zeit-/Frequenzebene, dass auch
schwächere Signalanteile innerhalb des
Bandpassbereichs (!) eliminiert
werden können. Dieses Verhalten wirkt
wie ein frequenzagiler Bandpass, der sich dem Signalinhalt anpasst – eine
weitere Besonderheit der Software TFA!
Auch
bei der Filterselektion in der Frequenzbereich-Darstellung kann diese Funktion
nützlich sein, jedoch ist gewöhnlich die Wahrscheinlichkeit, dass
Linienenergien zeitlich während des gesamten Originalsignals unter die
eingestellte Schwelle fallen, wesentlich geringer, als wenn die
Zeitabhängigkeit mitberücksichtigt wird.
Bei
einer Selektion in den Darstellungen
ist
die Festlegung eines Kompromisses zwischen Verarbeitungsgeschwindigkeit und der
erzielten Ergebnisqualität möglich.
Checkbox „Immer Fast Fourier über
komplettes Signal“:
Die
höchste Geschwindigkeit wird erreicht durch:
Hierzu
ist die Check-Box zu markieren.
Langsam / schnell - Einsteller
Wenn
obige Check-Box nicht markiert ist,
lässt sich die Geschwindigkeit auch bei DXP-Transformation dadurch erhöhen,
dass eine Einzeltransformation mehrere Abtastwerte liefert. Dadurch leidet der
Zeitbezug der Transformation zwar ein wenig, was aber meist nicht stört, weil
es sich nur um einige zehn Abtastwerte geht.
Die
Anzahl der bei jeder Einzeltransformation verwendeten Abtastwerte lässt sich
mit dem Schiebeeinsteller variieren und so die Geschwindigkeit zwischen
„Langsam“ und „Schnell“ wählen.
![]()
Ab
Version V2.x ist TFA mit einem
Digital-Down-Converter (DDC) ausgestattet.
Was ist der primäre Nutzen eines DDC?
Der große Vorteil eines DDC ist die Möglichkeit zur Abtastratenreduktion. Abtastreduzierte Signale lassen sich bei gegebener Spektralauflösung in Frequenzrichtung genauer